AllgemeinPressemitteilung

dr-christian-magerlWegen eines defekten Ofens in der Bordküche musste Presseberichten zufolge jüngst eine Boeing 747 der Lufthansa, die sich auf dem Flug von Frankfurt nach Mumbai befand, in München notlanden. Ein Versuch des Piloten, nach Frankfurt zurückzukehren, sei gescheitert. Wie üblich bei solchen Manövern musste eine beträchtliche Menge Kerosin abgelassen werden, um das zulässige Landegewicht zu erreichen. Dieses Ereignis nahm nun Christian Magerl, Landtagsabgeordneter der Grünen, zum Anlass, einmal mehr eine schriftliche Anfrage zu dieser Thematik an die Staats-regierung zu stellen.
Im Einzelnen erkundigt sich Magerl nach folgenden Punkten:

  1. Welche Menge Kerosin wurde von dieser Boeing über welchem Gebiet abgelassen?
  2. Wie häufig mussten Maschinen im Umfeld der Flughäfen München, Nürnberg und soweit es bayerisches Gebiet betrifft, die Flughäfen Frankfurt am Main und Zürich Kerosin ablassen (An-gaben zum Zeitraum seit meiner früheren Anfrage zu diesem Thema Drs. 15/3855, aufgeschlüsselt nach Jahren, ungefährer Menge an Treibstoff und Flugmuster und Flughöhe zum Zeitpunkt des Ablassens)?
  3. Gab es seit 2005 weitere Untersuchungen hinsichtlich möglicher Gefahren des Kerosinablassens für Mensch und Umwelt, wenn ja, von wem wurden diese durchgeführt und welche Ergebnisse ergaben diese Studien?
  4. Wie oft konnte die vorgeschriebene Mindestflughöhe aus Sicherheitsgründen nicht eingehalten werden, und um wie viel wurde die Mindestflughöhe jeweils unterschritten?
  5. Wurde im fraglichen Zeitraum aus Sicherheitsgründen auch über bewohntem Gebiet Kerosin abgelassen, wenn ja, wann, wo, in welcher Höhe und in welchen Mengen?

Nach den Angaben der Staatsregierung zur letzten diesbezüglichen Anfrage regnen jährlich bis zu 300 Tonnen Kerosin wegen Flugabbrüchen auf Bayern herab, wenn auch fein verteilt. Nachdem sich die Flottenzusammensetzung in den letzten Jahren zugunsten größerer Flugzeuge verschoben hat, ist es interessant zu erfahren, welche Auswirkungen dies auf die abgelassenen Kerosinmengen hatte. Die einschlägigen Untersuchungen, wonach eine mögliche Bodenkontamination „zu vernachlässigen“ sei, sind mittlerweile auch schon relativ alt.

Diese und weitere Presseberichte finden Sie auf: www.christian-magerl.de

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